28.04.08 Herber Schlag zum Saisonstart
Einen
deutlichen Dämpfer kassierten die Kornwestheim Cougars am Sonntag in
Kuchen. Gegen die dort ansässigen Mammuts mussten sich die Footballer
des SVK mit 38:2 geschlagen geben.
So hatte sich
Headcoach
Michael Fröhlich den Start nicht vorgestellt. Nachdem die Cougars in
den letzten drei Jahren keinen einzigen Sieg gegen die Kuchener
erzielen konnten, sollte dieses Jahr endlich der Bann gebrochen werden.
Die Aussicht darauf stellte sich auch zunächst im ersten Viertel auf
Seiten der Kornwestheimer Verteidigung ein: diese hielt den kraftvollen
Läufen der Mammuts stand, und brachte den Ballbesitz immer wieder
zurück. Doch von Anfang an konnten die Kuchener den neuformierten
Angriff um Quarterback Kristof Riegler soweit unter Druck setzen, dass
diesem fast kein Spielzug gelang.
Nach dem ersten Seitenwechsel
ohne Punkte wandelte sich das Spiel im zweiten Viertel dann zu Gunsten
der Gastgeber. Der frühe Ausfall von Middlelinebacker Jan Kreuziger
zwang die Männer des Defense Coach Vito Mandir zu improvisieren. Die so
geschwächten Verteidigungsreihen der Cougars hielten zwar teilweise
noch gut stand, wurden aber auch immer wieder von den Powerläufen der
Mammuts zurückgedrängt. Auch im Angriff konnte Mandir an diesem Tag
keine Rückendeckung ergattern: das Angriffsrecht wechselte meist nach
vier Spielzügen zurück nach Kuchen. Drei mal noch vor der Pause
schafften es die Ballträger des Gegners auch die letzten Meter bis zur
Endzone zurückzulegen, und mit Extrapunkten zur Halbzeit mit 20:0 in
Führung zu gehen.
In der zweiten Spielhälfte dann der erste
Lichtblick: Beim Kickoff drängte das Kornwestheimer Special Team den
Returner nach einem weiten Kick von Timo Bornhäusser bis in die eigene
Endzone zurück. Dort war es schließlich Julian Muny, der den
befreienden Tackle zum 20:2 Anschluss-Safety platzieren konnte. Doch
bei diesen Punkten sollte es für die Cougars soweit bleiben. Trotz
einiger guter Aktionen der Runningbacks Harald Kilgus und Patrick
Arnold konnte der Angriff nicht nennenswert vorankommen. Die
Verteidigung, die in der Halbzeitpause auf die Situation angepasst
umgestellt wurde, hielt nun wieder besser stand. Trotzdem gelang den
Mammuts ein weiterer Touchdown zum 26:2.
Das letzte
Spielviertel
konnte an der Situation auch nicht viel ändern und bescherte den bis
zum Schluss kämpfenden Kornwestheimern noch zwei weitere Touchdowns,
deren Extrapunkte allerdings vereitelt werden konnten. Somit lautete
das ernüchternde Ergebnis nach rund zwei Stunden 38:2 gegen den SVK.
Wer
sich nach dem Spiel noch in der Nähe des abschließenden Huddles
aufhielt, konnte diesmal einige ernste Worte - mit nicht zu
überhörendem emotionalen Unterton - verfolgen. Die Zeit der Ausreden
und Schönredungen ist bei den Cougars vorbei. Nach zwei Jahren
Schlechtleistung soll Kornwestheim endlich wieder vorankommen: dazu ist
erst mal Umdenken notwendig.
Bastian Riegler